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Besichtigung der Berufsfeuerwehr

Am 27. Februar, einem ausgesprochen kalten Tag, stand für uns eine interessante Veranstaltung bevor. Die diesjährige Besichtigung zog einmal mehr durch seine grosse Attraktivität viele interessierte Mitglieder mit Angehörigen an. Die Wartenden vor dem Feuerwehrgebäude suchten die Wärme und als es dann soweit war, in das klimatisierte Gebäude einzutreten, war dies eine Wohltat. Mit treffenden Grussworten an die 21 Anwesenden, eröffnete unser Präsident Anton Maillard im Schulungssaal die Besichtigung des Feuerwehr-Stützpunktes von Bern Forsthaus.
Mit einem Film und einer Power-Point Präsentation führte uns Herr Kurt Reber die ganze Struktur der Berner Feuerwehr mit ihrem grossen Aufgabenbereich vor Augen.

Nach diesen allgemeinen Informationen starteten wir zur Besichtigungstour. Die Einsätze der Berufs-Feuerwehr von heute hat mit dem Namen Feuerwehr nicht mehr viel gemeinsam. Während einst die Brandbekämpfung über 90% der Hilfeleistungen ausmachte, ist die Situation heute gerade umgekehrt. Die Kernkompetenz der Berufsfeuerwehr Bern setzt sich heute aus Schutz und Rettung von Mensch und Tier, der Schadenbekämpfung und -Vorbeugung sowie der Ereignisbewältigung bei Bränden, Explosionen, Elementarereignissen, Unfällen, Notlagen, Katastrophen und anderen gefährlichen Ereignissen zusammen.

Brände, Rettungen, ABC-Wehr, Brandschutz- und Sicherheitsdienst, Elementarereignisse und diverse Dienstleistungen machen heute ca. die Hälfte der insgesamt jährlich 2'500 Einsätze aus. Die andere Hälfte setzt sich aus Einsätzen im Zusammenhang mit Insekten und automatischen Brandalarmen ohne Brand zusammen.

Um der vielfältigen Palette aller Einsätze gerecht zu werden, bildet die Berufsfeuerwehr Bern ein Kompetenzzentrum mit über 111 Mitarbeitenden, davon rund 80 Feuerwehrmänner im 24-Stunden-Schichtbetrieb, zahllosen Spezialfahrzeugen, Geräten und einer umfassenden Infrastruktur.

Hinter der Kaserne befindet sich ein 80 m hoher Übungsturm, welcher auch von der Polizeirege für Einsatzübungen in der Höhe verwendet wird. Früher dienten Türme bei Feuerwehr-Stützpunkten dazu, die Schläuche zum Trocknen aufzuhängen. Das ist heute nicht mehr nötig, denn ein spezielles Gerät reinigt und trocknet die Schläuche und rollt sie für den nächsten Einsatz auf. Über der Fahrzeughalle sind Schlafräume mit jeweils vier Betten und Aufenthaltsräume.

Jährlich werden 3-6 neue Feuerwehrleute rekrutiert, vorzugsweise mit handwerklicher Ausbildung. Letztes Jahr bewarben sich 130 Personen für 5 Stellen. Feuerwehr ist heute ein Traumberuf! Die ausgewählten Berufsleute können dadurch in diversen Werkstätten, welche im Gebäude untergebracht sind, dringende Reparaturen selbst ausführen.

Die straffe Organisation, welche es benötigt, um eine hohe Bereitschaft in allen Bereichen zu gewährleisten, ist äusserst beeindruckend.
Die dreistündige Besichtigung war sehr interessant und spannend. Sie lieferte uns viele Hintergrundinformationen und führte auch zu manchen Aha-Erlebnissen und Lacher.

Ein herzliches Dankeschön geht an Anton Maillard für die Organisation dieses interessanten Anlasses.

Roger Schneider

Bildergalerie

Text + Bilder: Roger Schneider, MC Bern

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